News

Mittwoch, 19. Dezember 2018 Komplettanbieter für Verpackungen, die jeder kennt – „versteckt“ in Oberlar

Netzwerktreffen des Kompetenzzentrums Kunststoff bei Sonoco in Troisdorf-Oberlar

Wieder beweist ein Troisdorfer Unternehmen, wie man Verpackungen ökologisch und ökonomisch in Einklang bringt: Sonoco in Troisdorf-Oberlar präsentierte sich beim jüngsten Netzwertreffen des Kompetenzzentrums Kunststoff der Troisdorfer Wirtschaftsförderung (TROWISTA).

Komplettanbieter für Verpackungen, die jeder kennt – „versteckt“ in Oberlar

Wirtschaftsförderer Thomas Zacharias (rechts) überreicht Sonoco Geschäftsführer Bernd Rost einen Korb mit typischen Troisdorfer Produkten

Früher war das „KARO-Werk“ in Troisdorf Oberlar Spezialist für Garnträger aus Kunststoff. Heute ist Sonoco Komplettanbieter für innovative Verpackungslösungen. Denn: 1986 wurde das Oberlarer Werk vom US-amerikanischen Sonoco-Konzern übernommen und seitdem stetig weiter entwickelt. Sonoco ist ein weltweit operierender Konzern mit ca. 21.000 Mitarbeitern und erwirtschaftet in 33 Ländern einen Gesamtumsatz von rund fünf Milliarden US-Dollar. So ist der Konzern erfolgreicher Hersteller von Konsumgüterverpackungen für Endverbraucher, als auch Produzent von Schutzverpackungen, Displays und Dienstleistungen für die Industrie. Die Kunden der Sonoco Produkte sind Unternehmen der Verpackungs- und Textilindustrie, Glasfaserhersteller, Produzenten medizinischer Geräte, Filtrations-Experten oder die Lebensmittelindustrie. „Unser bekanntestes Produkt im Endverbraucher-Markt weltweit ist vielleicht die Verpackung eines einschlägig bekannten Chips-Herstellers, der seine Chips schön geordnet in einer runden Dose anbietet“, sagt Sonoco-Geschäftsführer Bernd Rost vor den Teilnehmern des Netzwerk-Treffens.

Von der Leistungsfähigkeit und der Stärke des Konzerns profitieren auch die Sonoco-Niederlassungen in Oberlar und Overath und tragen ihren Teil dazu bei. Ein weiteres Werk in Europa existiert in der Nähe von Rotterdam.

Kunststoffverarbeitung ist immer noch Hauptbestandteil der hiesigen Produktion. Hier konzentrieren sich die insgesamt rund 130 Mitarbeiter aus Oberlar und Overath hauptsächlich auf den Spritzguss und die Extrusion. Verarbeitet werden alle gängigen thermoplastischen Kunststoffe, wie zum Beispiel ABS, PP, PS, PE, PMMA (Acrylglas) usw. Die Produkte werden zu 40 Prozent im Inland verkauft, weitere 40 Prozent liefert Sonoco ins europäische Ausland und 20 Prozent finden Ihre Abnehmer weltweit in anderen Staaten. Insgesamt etwa 1.000 t Kunststoff produzieren alle drei europäischen Sonoco-Werke pro Monat. Garnspulen gehören übrigens immer noch zum Produktionsprogramm.

„Wie wichtig und dringend die Nachwuchsförderung bei allen Troisdorfer Kunststoff-Unternehmen ist, zeigen die persönlichen Gespräche innerhalb des Kompetenzzentrums Kunststoff stets auf Neue“, berichtet Thomas Zacharias, Geschäftsführer der TROWISTA. Diese Fragen nahmen Fabian Wagner, TROWISTA, sowie Annemarie Nagel-Meier und Reiner Stedtnitz als Vertreter des Troisdorfer Jugendbüros auf, analysierten Ist-Zustände und boten mögliche Ideen und Antworten an, um den geänderten Bedürfnissen junger Menschen gerecht zu werden. Dazu Fabian Wagner: „Der überwiegende Teil der Bewerber hat heutzutage mehrere Ausbildungsplatzangebote und kann sich somit den Wunschbetrieb aussuchen.“ Außerdem habe sich das Anforderungsprofil verschoben. Dies belege zuletzt auch u.a. eine von der TROWISTA durchgeführte Umfrage unter Neuntklässlern der Gesamtschule Sieglar. Die Heranwachsenden der „Generation Z“ nennen Kriterien wie sauberes und ordentliches Arbeitsumfeld, gutes Betriebsklima und angenehme Arbeitsatmosphäre, nette Kollegen, Spaß oder Verdienst und Lernmöglichkeiten als wichtige Faktoren bei der Auswahl des Ausbildungsbetriebes. Darauf müssten sich die Betriebe zunehmend einstellen, um sich am Markt für junge Bewerber wahrgenommen zu werden. „Employerbranding“ sei ein wichtiges und neues Stichwort – die Etablierung des eigenen Betriebes als Marke. Um auf sich aufmerksam zu machen sei es zukünftig immer unerlässlicher, sich von anderen Betrieben abzugrenzen und unterscheidbar zu machen. Junge Leute müssten leichter erkennen können, welcher Betrieb Ihnen „sympathisch“ ist. Möglichkeiten seien auch Zusatzangebote, wie ein JobTicket, Gutscheine wie z. B. der „Troisdorf-Gutschein“ der TROWISTA oder ein betriebliches Gesundheitsmanagement, was sich um das Wohlergehen der Mitarbeiter bemüht.

Wie man so etwas aufbaut, wenn man es vorher nicht hatte? Auch darauf wurden Antworten gegeben und Angebote gemacht. Vielfältig seien die Möglichkeiten, nur müssten sie genutzt werden: KAoA- Berufsfelderkundungstage, KURS-Lernpartnerschaften, die Nutzung von Netzwerken im Rhein-Sieg-Kreis oder die „Ausbildungsbotschafter“ sowie der Arbeitskreis Schule/Wirtschaft. Was dahinter steckt und wie man es umsetzt, erklären die Spezialisten gern im persönlichen Gespräch – Fabian Wagner, zuständig für das Thema Fachkräftesicherung bei der TROWISTA, und das Jugendbüro der Stadt Troisdorf. Das Jugendbüro unterstützt, berät und begleitet junge Leute bis 27 Jahren auf ihrem Weg in die Ausbildungs- und Arbeitswelt und ist organisatorisch dem Jugendamt im Rathaus angegliedert.

Partner